Die meisten Künstler haben sich entweder auf die Acryl- oder auf die Ölfarben festgelegt. Was aber genau ist der Unterschied zwischen den beiden Maltechniken?

Zunächst mal die „Substanz“ ganz simple erklärt: Acrylfarben sind wasserlösliche Farben während Ölfarben auf Ölen und Bindemitteln basieren, sie sind demnach mit Terpentin zu verdünnen.

Ich selber nutze so wohl Arcylfarben als auch Ölfarben für meine Arbeiten. Die Acrylmalerei setze ich ein, wenn das Gemälde entweder abstrakt werden soll oder die Detailgenauigkeit der Farbgebung nicht im Vordergrund der Bildgestaltung steht. Manchmal auch, wenn es schnell gehen soll . Acrylfarben trocknen, aufgrund der wasserlöslichen Beschaffenheit im Gegensatz zu Ölfarben einfach wesentlich schneller und sind deswegen in der Hinsicht praktischer.  Wenn die Acrylfarben mit Wasser verdünnt werden, können die Farben lasierend vermalt werden. Nutzt mal Acrylbinder, können so wie bei der Aquarellmalerei, dünne Lasuren angelegt werden. Die Acrylfarbe kann man auf jedem
fettfreien Malgrund (Leinwand, Holz, Glas, Metall etc.) verwenden.

Ölfarben benutze ich, wenn ich fotorealistische Gemälde male. Wenn zarte Übergänge und feine Details gefragt sind. Fotorealismus ist für mich nur mit Ölfarben zu erreichen.

Manchmal kombiniere ich auch beide Techniken in einem Gemälde. Hierbei muss man darauf achten, dass die Acrylfarbe nicht im Nachhinein über die Ölfarben gemalt wird, denn sonst haftet diese nicht. Andersherum kann man allerdings die Acrylfarbe als Untermalung für ein Ölgemälde angelegt werden. Diese Technik nutze ich auch bei meinen Mixed-Media Gemälden.

Für den Betrachter liegt der spätere Unterschied aber nicht nur in dem Stil des Gemäldes, sondern auch in dem Farbglanz. Ein Acrylgemälde sieht viel matter aus, während die Ölfarben eher glänzen.